Xena

Nach einem langen und glücklichen Leben ist Xena am 21. Februar 2014 im Alter von 16 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Mein geliebtes Schäfchen.

Alles hat seine Zeit,
die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks,
die Zeit des Sorgens und des Leids.
Es ist vorbei.
Die Liebe bleibt.


Xena kam im Dezember 2006 zu mir – fast fünf Jahre alt, ganz zart, ganz zurückhaltend.
Am Anfang war sie ängstlich. Unsicher. Sie kannte kaum etwas vom Leben außerhalb ihrer gewohnten Welt. Jeder neue Reiz – Geräusche, Menschen, Türen – machte ihr erstmal Angst.
Aber sie wollte vertrauen. Und sie tat es. In kleinen, stillen Schritten.

Ich habe ihr versprochen, dass sie nie wieder in ein anderes Zuhause ziehen muss.

Mein „Schäfchen“ nannte ich sie eigentlich immer.
Weil sie so weich war im Wesen. So sanft. Nie aufdringlich. Nie fordernd.

Später war Xena war eine richtig coole Socke. Nicht im lauten Sinne, sondern auf diese ruhige, gelassene Art.
Sie ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Sie beobachtete viel, entschied in ihrem Tempo.
Wenn andere Hunde laut wurden, blieb sie still. Wenn Chaos herrschte, blieb sie klar.

Sie war unendlich freundlich. Zu Menschen, zu anderen Hunden, zu mir.
Und sie hatte diesen Blick – vorsichtig, warm, voller Tiefe.

Sie war nie dominant, nie kompliziert. Einfach mein Schäfchen.
Eine, die getragen hat. Die sanft blieb, auch wenn es schwierig wurde.
Eine, die sich nicht in den Vordergrund drängte – aber die immer fehlte, wenn sie nicht da war.

Als sie am 21. Januar 2014 ging, war das kein lauter Abschied.
Es war, wie sie selbst: leise. Still. Und tief bewegend.

Sie hat mir gezeigt, dass Stärke nicht laut sein muss.
Und dass Vertrauen das größte Geschenk ist, das ein Hund dir machen kann.

Meine sanfte Seele. Mein Schäfchen.