Mein geliebter Duncy-Bär ist am 5. Mai 2008 über die Regenbogenbrücke gegangen.
Seelenhunde hat sie jemand genannt…
… jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen…
(Autor unbekannt)

Ich glaube, es war Schicksal, damals im Dezember 2005.
Duncan tauchte in meinem Leben auf, als er selbst schon fast aufgegeben worden war – alt, ausgemustert, abgeschoben in eine Tötungsstation in Spanien. Im Alter von 10 Jahren von seiner Familie einfach weggeworden. Sein Anblick auf dem Foto ging mir direkt ins Herz. Ich wusste: Ich muss ihn holen.

Die Wochen bis zu seiner Ausreise waren lang. Weihnachten rückte näher, Flugpaten fehlten, ich zählte die Tage. Aber allein meine Zusage reichte glücklicherweise, damit er die Tötungsstation verlassen durfte.
Als ich ihn das erste Mal sah, auf einer Autobahnraststätte, war er schmal, verfilzt, roch übel – und war taub.
Aber… er wedelte.
Er wedelte mit einer solchen Freude, dass mir die Tränen kamen. Keine Scheu, kein Zögern – als hätte er gewusst, dass er angekommen war.
Von Anfang an war Duncan kein leiser, gebrochener Hund. Im Gegenteil:
Er war ein Sonnenschein.
Er lachte – ja, wirklich. Man sah es an seinen Augen.
Er begrüßte jeden Menschen, als sei es sein bester Freund.
Er tänzelte durch die Wohnung, schmiss sich mit Begeisterung auf jedes Kissen, verteilte Liebe wie Konfetti.
Selbst Menschen, die sonst wenig mit Hunden anfangen konnten – er hatte sie. Immer.
Mit einem Blick. Einer Geste. Einem Schwanzwedeln, das ganze Tage heller machte.
Xena war anfangs skeptisch. Doch sie konnte seinem Charme nicht lange widerstehen. Bald lagen sie nebeneinander, als wären sie nie getrennt gewesen.
Und ich? Ich war einfach dankbar. Jeden. Einzelnen. Tag.
Er war alt, ja. Aber er lebte, als hätte er alles noch vor sich.
Toben. Lachen. Und eine Freude, die ansteckend war.
Als ich ihn am 5. Mai 2008 gehen lassen musste, war es, als würde jemand meine Sonne dimmen.
Mein geliebter Duncy-Bär – mein Seelenhund