Seit dem 22. September 2023 müssen wir unseren Weg ohne unsere Naomi gehen, sie ist jetzt hinter dem Regenbogen….
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung. Aus dem Leben bist Du uns genommen, aber nicht aus unseren Herzen. Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.
Naomi, unsere geliebte Nomi-Maus 23.06.2009 – 22.09.2023

Naomi vom Odenwald zog am 22. Februar 2014 bei uns ein.
Damals war sie viereinhalb Jahre alt – eine kleine, charmante Cockerine, die eigentlich gar nicht so schnell wieder in unser Leben treten sollte. Der Abschied von unserer geliebten Xena war noch viel zu frisch, der Schmerz einfach zu groß.
Doch dann erreichte uns eine Nachricht von Yvonne, Naomis bisheriger Besitzerin, die von Xenas Tod erfahren hatte. Sie suchte schweren Herzens ein neues Zuhause für Naomi – und dachte sofort an uns. Zögerlich fragte sie an, ob wir sie vielleicht kennenlernen wollten. Und obwohl auch ihr bewusst war, dass unsere Trauer noch jung war, sagte ich spontan zu.
Als wir Naomi zum ersten Mal besuchten, geschah etwas, das jede Überlegung überflüssig machte: Sie setzte sich ohne Umschweife auf meinen Schoß – und blieb dort. Diese eine Geste reichte aus. Ich war um die Pfote gewickelt, ihr Entschluss stand offensichtlich fest.
Und so kam es, dass Naomi an diesem Tag nicht zurückblieb, sondern mit nach Hause fuhr – zu uns, nach Kelsterbach, in ihr endgültiges Zuhause.
Dort fühlte sie sich vom ersten Moment an wohl. Und wir waren wieder vollständig.

Nomi war nicht einfach nur schön – sie war außergewöhnlich.
Eine elegante Erscheinung, mit einem Blick, der Tiefe hatte, und einem Wesen, das Herzen berührte. Sie wurde oft bewundert, unterwegs, beim Spazierengehen – manche sagten, sie sei ein echtes Fotomodell. Und ja: das war sie auch. Aber für mich war sie viel mehr: meine Nomi-Maus, mein Ruhepol, meine stille Vertraute.
Sie war sanft, von Anfang an. Immer freundlich, immer mit Gefühl.
Und sie war klug – sehr sogar.
Als sie sieben Jahre alt war trat Chewie, der damals junge Cocker meiner Freundin Eri, in unser Leben. Und es war, als hätte sie gewusst: Den nehm ich unter meine Pfote.
Ein kleiner, ungestümer Wirbelwind – und Nomi wurde seine sanfte Lehrerin. Wir sind einmal pro Woche zusammen spazieren gegangen. Und daraus wurde eine Freundschaft, wie sie nur einmal entsteht: fest, tief, innig.
Chewie war ihr kleiner Padawan. Und sie seine große Liebe.
Und dann, viel zu schnell, kam dieser September 2023.
Wir waren nicht vorbereitet. Dieser verdammte Krebs.
Am 22. September 2023 ist sie gegangen.
Leise. Würdevoll.
Und die Lücke, die sie hinterlassen hat, kann man nicht beschreiben.
Ich sehe sie manchmal noch – wie sie sich umdreht, ihr Blick kurz verweilt, bevor sie weiterschreitet. So war sie.
Meine Nomi-Maus. Wunderschön, klug, sanft. Und für immer bei mir.