Laika I (Sissi vom Winterwald)
8. Juli 1975 – 16. Juni 1988

Es war wohl im September 1975, als mein Vater mit einem kleinen Cocker-Mädchen nach Hause kam. Sissi hieß sie ursprünglich – doch kaum war sie da, wurde sie von uns Laika getauft.
Ich war damals knapp neun Jahre alt. Und auch wenn ich es nicht benennen konnte, spürte ich: Diese kleine Cocker-Dame gehört zu mir. Sie war vom ersten Moment an an meiner Seite – und ich an ihrer.
Anfangs durfte sie nicht mit ins Bett. Aber Nacht für Nacht schlich sie sich unter meine Decke, ganz leise, bis meine Eltern irgendwann aufgaben. Ab da gehörte ihr der Platz neben mir ganz offiziell. Und sie blieb dort – bis heute in meinem Herzen.
Laika war nicht nur mein Hund – sie war mein Schatten, mein Rückhalt, meine Vertraute. Sie wartete jeden Tag am Zaun, wenn ich aus der Schule kam. Später von der Arbeit. Immer an derselben Stelle. Immer mit demselben Blick, der sagte: „Ich hab dich vermisst.“
Ihr bester Freund war mein Meerschweinchen Snoopy. Die zwei waren ein ziemlich ungleiches, aber innig verbundenes Paar.
Als ich Laika gehen lassen musste, brach mir das Herz. Ein Stück von mir ging mit ihr – für immer. Aber sie hat mir auch etwas hinterlassen: die Liebe zu Hunden. Ganz besonders zu englischen Cocker-Spaniels.
Sie war der Anfang von allem.
Die erste Spur in meinem Herzen.
Meine geliebte Weiwi.