Charlies Geschichte Teil 2

…. und wenn er denn nur spanisch spricht??

von Inge Schäfer

Nun hatte ich ihn endlich, meinen Spanier. Er stieg in mein Auto, schnüffelte hinten und vorne und beschloss, es sich auf meinem Schoss bequem zu machen. Oh ja, ich ahnte schon, das wird schwierig, dem das wieder abzugewöhnen, aber ich fand es auch schön. Konnte ich ihn doch an mich drücken, er sah mich an und seine Augen sagten: Ich vertraue dir, bring’ mich hin, wohin du willst. Er war doch sehr kurz geschoren, aber was soll’s, Haare wachsen wieder. Er duftete auch irgendwie angenehm nach Kernseife, war sicher Desinfektionsmittel, der Gedanke, dass er vielleicht Flöhe oder anderes Viehzeug mitschleppte, kam mir erst gar nicht. In der Garage angelangt, erst mal Tor zu, damit er nicht ausbüxt. Herrchen wartete schon mit Assy an der Leine. Besuch war auch noch eingetroffen, aber dafür hatten wir keine Zeit. Von meinem Zweibeiner kam nur der Kommentar: -Mann, der braucht ja erst mal ne ganze Fleischwurst !- Typisch, Metzgersohn.

Charlie brauchte noch viel Bewegung, wollte laufen und die Gegend erkunden. Mit Flex-Leine ging das auch viel besser. Assy wollte heftig protestieren, was will der fremde Hund hier, aber ich schnappte mir ihre Leine und sie musste mit. Für Protest blieb keine Luft. Mein kleiner Rollmops Assy musste sich ganz schön beeilen, Charlie war vorne, Flex-Leinen-Spannweite bei zwei Hunden 20 Meter, meine Arme wurden ganz schön strapaziert. Aber nach einigen Minuten entspannte sich alles, beide kamen sich näher, nicht unbedingt aneinander interessiert, aber beim Schnüffeln fast immer an gleicher Stelle. Nasentechnisch waren sie sich wohl gleich. Nach einer Stunde habe ich dann den Weg Richtung Haus eingeschlagen. Assy dachte sicher, Charlie verschwindet hoffentlich bald wieder. Dann kam er mit ins Haus. Und mein bisher stilles Mäuschen fing an zu Kläffen, was das Zeug hält. Aber dieser Protest stand ihr doch auch zu. Ein fremder Kerl in unserer Wohnung ! Ich fress ihn nicht, aber gefallen soll es ihm auch nicht. Und jetzt holt Frauchen auch noch meine Hundekuchen, die guten Lamm-Reis-Drops. Nicht zu fassen, ich kläffe weiter !

Assy, der Charlie hat doch Hunger und verträgt bestimmt nichts anderes, halt doch mal die Klappe und lass ihn fressen, kriegst ja auch was. Du machst ja den Charlie ganz nervös mit dem Krach !

Der wurde nicht nervös. Nahm jeden Hundekuchen ruhig aus meiner Hand, riss mir nicht die Finger ab, äugte zwischendurch mal unter seinem riesigen Pony schräg zu der kläffenden Assy und lies es sich schmecken. Irgendwann kam mir schon der Gedanke, mach mal langsam, Junge, später kannst Du auch noch was haben. Aber ich hatte noch genug in der Dose und er hatte bestimmt gelernt, friss, solange noch was da ist. Assy war inzwischen heiser und fing an, den Kerl mal zu beschnuffeln. Klar, von hinten. Lies er sich auch gefallen, wollte dann aber auch mal gucken. Es passierte nichts, bisschen Zier von Assy, da könnte ja jeder kommen, aber es klappte. Dann ging irgendwo eine Tür, der Spanier spitzte die Ohren und fing auch an zu Kläffen. Und wie, so ganz anders, ach du bist ja ein Eunuche, nee, nur kastriert, aber goldiges Stimmchen.

Mein Mann und der Besuch waren nun aber doch schon ganz schön genervt und ich bin wieder in die Pampa mit beiden. Der erste Tag mit Charlie ist mir nur deshalb so stressig in Erinnerung, weil er viel rennen wollte und zwei Leinen hatte ich seit Jahren nicht mehr jongliert. Abends haben wir noch unsere Sprachkenntnisse getestet. Alles was wir an spanischen Worten kannten wurde ausgegraben. Vom Tierheim Spanien hatten wir auch eine Liste mit spanischen Kommandos. Unser Gebrabbel störte Charlie nicht im mindesten, er wollte nur fressen, laufen und schlafen. Seinen Namen kannte er, den sollte er auch behalten. Auch Assy hatte aus ihrem früheren Leben nur ihren Namen behalten. Neues Halsband, Leine, Körbchen, alles stand bereit.

Halt, was ganz wichtiges habe ich vergessen. Charlie war ja angeblich nicht stubenrein. Nun waren wir ja stundenlang draussen gewesen und ich hatte die Sache ganz vergessen. Und was

macht der Lauser ? Kommt in die Wohnung und pinkelt an die grosse Palme. -Hey, du, das geht aber nicht !- Keine Panik, Männlein, Hunde machen das nur zur Begrüssung, das heisst noch nichts.

Ujujuj, Frauchen, passt auf, behalt den Lümmel im Auge. Aber es passierte nichts mehr.

Wir sind früh ins Bett, Assy war recht erschöpft und hielt die Klappe, Charlie bezog sein neues Körbchen, fand nachts aber den Weg ans Fussende im Bett. Ganz klein, ganz zaghaft kam er an, drehte sich dreissigmal um sich selbst und schlummerte ab. Am Sonntagmorgen dann das übliche Assy-Begrüssungsritual, Assy will auch mal mit Herrchen kuscheln. Aber lieber schnell raus aus dem Bett, wer weiss, wie „dicht“ der Spanier ist. Es war aber nichts und nirgends was zu finden, toll, der ist ja doch stubenrein. Aber lieber erst mal raus, dann frühstücken. Und dann ist unser Wochenende auch schon zu Ende. (Mein Mann und ich leben nur von Freitags bis Sonntags morgen zusammen, der Rest der Woche gehört der Haupt-Familie und der Firma)

Also ab ins Auto und nach Hause. Wieder gleiches Spiel, erst Garage zu, dann ins Treppenhaus und dann konnte ich gerade noch sehen, wie Charlie an die Türgardine pinkelte. Aber um es abzukürzen, es war wirklich nur eine Begrüssung, das ist jetzt mein zu Hause, ich setz’ mal eine Duftmarke und das genügt. Er ist absolut stubenrein, kann sich aber in neuen Umgebungen, die gut riechen, nicht beherrschen. So hat er danach noch die Tierarztpraxis begrüsst und auch den Hundesalon, als wir Assy dorthin brachten. Das muss so ein Halbstarker einfach machen, das ist auch nicht schlimm. In Spanien musste er wohl in seinem alten Zuhause 13 Stunden lang aushalten, denen hätte ich auch in die Bude gesch…..

Bei mir zu Hause versuchte ich dann, möglichst normale Verhältnisse zu schaffen. Charlie sollte sich so schnell wie möglich an alles gewöhnen, schliesslich musste ich Montag ja auch wieder arbeiten. Er war dann, genau wie Assy, überall dabei. Assy hat nur den Vorteil, dass sie nicht mit den Vorderpfoten auf den Herd kommt, sie will auch nicht in Töpfe gucken. Der Spanier ist aber sehr viel neugieriger, war ja auch alles so neu und so interessant. Also, merkt’ euch alle, ab heute darf nirgendwo etwas stehen bleiben, keine Töpfe, keine Teller, Mülleimer muss dicht sein !

Meine Leute kamen durchweg alle positiv bei Charlie an.

Meine Tochter ist für die Hunde relativ uninteressant. Das arme Kind hatte ja auch genug unter dem „Dicken“ zu leiden, mit Assy und Charlie kann sie aber alles machen. Die Hunde gehen gerne mit ihr Gassi, schauen auch mal in ihr Zimmer. Aber wesentlich besser schnitt doch mein Vater ab, Opa-Herrchen. Er liebt Hunde, füttert leider zu viel vom Tisch, die Hunde lieben ihn dafür. Mit Assy musste ich mal eine Reduktionsdiät machen, nur Lamm und Reis. Ich höre noch die Tierärztin: – Das schaffen Sie, jeder kann so eine Diät konsequent durchführen, das geht nur nicht in Haushalten mit über 60-jährigen -. Wie wahr, mein Vater ist 84, und immer wieder: – Das bisschen, schadet dem Hund bestimmt nicht -.

(Assy’s Allergie war dann doch keine Nahrungs-Allergie und sie konnte wieder Leberwurstbrot haben)

Montags dann das übliche Ritual, ich muss arbeiten, bleibt schön da, komme gleich wieder. Wirkte bei Charlie leider überhaupt nicht. Na, gut, da müssen wir jetzt alle durch. Geh’ schön rauf, ich komme wirklich gleich wieder ! Jetzt schnell Tür zu. Er kratzt nicht, er jault auch nicht. Soll ich noch mal nachschauen ? Ja, da war er gerade dabei, hinter Assy her die Treppe raufzugehen. Jetzt hat er mich aber gesehen. Alles noch mal, wird schon klappen. Auch das klappte reibungslos, lag aber sicher an der ruhigen Art von Assy, die signalisierte, Frauchen kommt wirklich gleich wieder. Charlie war Dienstags schon ein routinierter „Hase“, es war, als wäre er schon jahrelang da. Machte keinen Stress, keine Probleme. Auch beim Tierarzt nur Lob. Erst habe ich aber mal die Tierärztin veräppelt, sie kann ja unmöglich alle Hunde so genau kennen. Im September hatte ich die Aufgabe bekommen, Assy solle vier Kilo abnehmen. Ha, Witz komm raus, das geht gar nicht. Jetzt mal eben in ihr Behandlungszimmer, schau’n Sie mal, wie schön der abgenommen hat ! – Ja, wie haben Sie das denn gemacht ? Das muss ja eine Radikalkur gewesen sein -. Nein. nein, das ist mein neuer Charlie, Assy wartet im Wartezimmer. Charlie kam dann auf den Tisch (den er vorher unten begrüsst hatte). Er war sehr lieb und ruhig, lies alles mit sich machen. – Der ist ja top-fit, braucht nur ne kleine Impfung, von der Kastration ist noch ein kleiner Faden da, schwupps, das war’s, und die Ohren sind ja super-sauber. Da haben Sie einen tollen Hund bekommen -.

Das wusste ich auch schon.

Die Zähne sind nicht gut, zwar schön sauber, aber stark abgemahlen. Charlie sammelt mit Leidenschaft Steine, habe ich nicht einen Gummiball dabei, wird er auch sofort rückfällig. Nein, er nimmt nicht jeden Stein, nur ganz besondere, nach welchem System er auswählt, ist mir noch unklar. Mittlerweile, Charlie ist jetzt schon acht Wochen da, haben wir im Dorf mehrere kleine Deponien angelegt. Den ersten Stein klaut Charlie beim Nachbarn, der freut sich schon, dass sein Garten so steinlos ist, den tragen wir dann bis zu einem bestimmten Punkt, da liegt dann auch der Stein von gestern. Jetzt kommt der weiter mit. Der Kreislauf endet bei mir im Flur, im Haus hat Charlie jedes Interesse am Stein verloren.

Na, ja, Ihr Leser merkt schon, dieser Teil II von Charlie ist nicht so spannend. Es ist nicht mehr das unruhige Warten, es ist einfach Routine, die aber für den Hund sehr wichtig ist. Merkt er doch, hier gehöre ich jetzt hin, alle mögen mich, mir kann nichts mehr passieren.

Charlie ist auch für Assy eine grosse Bereicherung. Sie hat richtig Toben und Rennen gelernt. Die Figur kriegen wir dann auch in den Griff. Aber stören tut uns die eh’ nicht.

Die beiden sind inzwischen ein richtiges Paar, anfängliche Distanz gibt es nicht mehr, sie geniessen beide die Gesellschaft des anderen, liegen gerne dicht zusammen.

Schon an dem ersten Sonntag hatte ich die anstrengende Rennerei mit zwei Hunden und

Flex-Leine echt satt. Gut, machen wir Assy los, die läuft eh’ nicht weg. Jetzt zieht aber der Spanier, was das Zeug hält. Man kann ja weit schauen, Autos können hier auch nicht kommen. OK, komm her, ich mach dich ab. Charlie saust ab wie der Wind, freut sich seiner Freiheit, macht einen Bogen und ist schon wieder da. Toll, du bist ja Spitze. Beide Hunde sind heute ausser sich vor Freude wenn Feierabend ist. Dann geht es raus, ohne Leine. Die normalen Gassi-Gänge mache ich lieber mit Leine. Aber um 17 Uhr gibt es kein Halten, dann wird um die Wette gekläfft, Frauchen, mach schnell die Haustür auf, sonst geht hier etliches zu Bruch. Charlie braucht immer einen Ball, er will was jagen oder suchen oder holen.

Ach, war da nicht was mit Jagdtrieb ? Ich glaube nicht, dass Charlie einen ausgeprägten Jagdtrieb hat. Er jagt Vögelchen, ja, aber nur aus Spass an der Geschwindigkeit, erwischen kann er keins. Vorgestern kam im Wohnzimmer eine Motte an ihm vorbei und setzt sich auf den Teppich. Charlie ist vor Schreck wie gelähmt, Assy kommt vorbeigeschlendert und frisst die Motte. Wer hat da jetzt einen Jagdtrieb ? Ich seh da kein Problem.

Was hatten wir eigentlich noch für Probleme ? Sprache, Spanisch ? Alles Blödsinn. Charlie verstand von Anfang an alles. Es sind warme, weiche, liebe Worte, die wir mit ihm sprechen.

Gut, wenn er den ganzen Karton mit Hundekuchen geklaut hat, gibt’s auch lautere Töne. Dann kniddelt er seine Ohren und setzt sie noch tiefer an, aber seine Augen sagen: Ach, Frauchen, das ist mir so passiert, bin ich nicht trotzdem umwerfend ? Und er hat recht, man kann ihm nicht böse sein. Ich habe früher an meinen Dackeln den Blick der Augen geliebt, was die alles ausdrücken konnten. Aber diese Cocker, die spielen mit Augen und mit Ohren und meine auch noch mit ihrer blauschimmel Zeichnung. Man schmilzt weg, einfach so, ich kann’s nicht ändern.

Assy hat kugelrunde Augen, Charlie’s sind wie Vierrecke, die auf der Spitze stehen. Aber beide können ohne Vorwarnung die unteren Lider fallen lassen, die sind dann schlagartig blutunterlaufen. Hey, Frauchen, siehst Du nicht, dass wir krank sind ? Wir haben bestimmt Unterzucker und brauchen was zu Essen, aber schnell, wenn’s geht.

Ach, und dann war da noch der Sturkopp ! Alle und jeder meinten, darauf hinweisen zu müssen. Entweder ich habe die einzigen zwei Ausnahmen, oder es stimmt nicht. Klar will jeder Hund was durchsetzen, das gelingt oder auch nicht, ist aber in meinen Augen kein Sturkopp. Oder ich bin auch ein Sturkopp und wir verstehen uns deshalb so gut.

Manchmal denke ich, ich habe hier zwei sehr ähnliche Hunde erwischt, aber dann gibt’s immer wieder doch die Unterschiede zu entdecken. Beide halte ich für sehr intelligent, würde aber sagen, Assy kann besser rechnen, Charlie besser lesen. Assy kann super kombinieren, krieg ich ein Extra-Leckerchen, muss ich dafür was machen. Frauchen, zeig mir was Neues, ich lern’ es in zwei Tagen. Will man Charlie was zeigen, oder fordert man ihn zu einer Übung auf, stellt er sich stur. (Ah, da ist doch was mit Sturkopp) Macht Assy aber was vor, schaut er sich das ab.

Spassig ist eigentlich alles, was man mit den Hunden macht. Nehmen wir mal das Gassi-Gehen mit zwei Hunden. Achtet man auf die Ernährung, dann achtet man auch zwangsläufig auf das Ergebnis. Hat der Hund heut’ schon ein Häufchen gemacht ? Meine Schwester (zuständig für Gassi am Nachmittag) findet die Frage immer peinlich. Ist aber wichtig.

Vor 30 Jahren konnte ich dadurch verhindern, dass mein erster Dackel elendig an einem Darmverschluss einging. Alle bisherigen Hunde zeigten mir, dass sie bei Erledigung ihres Geschäftes lieber ein intimes Örtchen haben, eine Böschung, ein Gebüsch oder einen Strauch. Stadthunden versucht man oft beizubringen, den Popo über den Randstein zu halten und das Häufchen in die Rinne zu machen. Leute, versucht Euch vorzustellen, Ihr sitzt mit dem blanken Hintern auf der Leitplanke und die Raser auf der Autobahn sausen vorbei ! So muss sich doch der arme Hund dann vorkommen.

Wir wohnen hier auf einem kleinen Dorf, es gibt noch viel Landwirtschaft, in den Sommermonaten ist Gassi-Gehen wie Slalom-Laufen durch Kuh-Scheisse. Hier stört es wenig, wenn ein Hund die Böschung oder ein Gebüsch benutzt, wir gehen nicht in Vorgärten. Aber dieser Spanier, der kannte keine Böschung, der machte auch kein Geheimnis draus. Setzte sich hin und schon war’s passiert.

Das konnte man ihm aber schon schnell abgewöhnen, heute geht er auch zur Seite, sucht ein Versteck, alles nur Training. Aber schon die Art und Weise, wie er sein Geschäft erledigt, ist super. Arme Assy, nun bist du schon dick, musst dir jedes Häufchen mühevoll abquälen, aber dieser Spanier kann fressen, was er will, dreht sich einmal, pendelt sein Hinterteil aus und schon ist alles erledigt. Gehen wir mit 2 Zweibeinern und den Hunden spazieren, sagt bestimmt einer: -Pass’ auf, gleich pendelt er wieder-.

Man könnte hier die Geschichte unendlich fortsetzen. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken, die Hunde sorgen immer wieder für Spass und Abenteuer. Aber jetzt will ich es gut sein lassen. Ich habe sicher Glück gehabt mit meinem Spanier. Er hat keine Macken, er macht keine Schwierigkeiten und er hat sicher noch nicht die Grausamkeit der Menschen kennen gelernt. Sicher, er wurde schon einmal abgegeben, dass enttäuscht, aber er hat schnell zu mir Vertrauen gefasst und fühlt sich sicher. Assy habe ich vor zwei Jahren aus einem Auto geholt, sie war Scheidungshund, das Herrchen war vernünftig und gab sie ab. (Er musste arbeiten, konnte Assy nur im Auto halten) Ich hielt Assy die Hand hin, sie hat nicht dran geschnüffelt, nein, ohne zu zögern legte sie mir ihren Kopf in die Hand. Die ersten Tage zuckte sie zusammen vor Kleiderbügeln, -Hey, ich will doch nur Wäsche aufhängen-, auch Fliegenpatschen machten ihr Angst. Das lies sehr schnell nach.

Ich habe den Wunsch an Alle: Überlegt sehr sorgfältig, wenn Ihr Euch einen Hund anschafft. Holt Euch ruhig einen aus dem Tierheim, oder über’s Internet. Aber seid Euch der Verantwortung klar. Solch einen Hund darf man nicht einfach wieder abgeben, nur weil Probleme auftreten. Die schon verletzte arme Seele leidet dann noch mehr.

Ein Tier ist ein Individuum, liebenswert und einzigartig, keine Handelsware mit Umtauschfaktor.

Jedenfalls sind wir hier ein glücklicher Verein, zwei Cocker mit Frauchen und Super-Wochenend-Herrchen.

Ich denke, Charlie ist sehr, sehr happy bei uns. Sind wir unterwegs, er immer vorne, signalisiert sein kleiner Popo ständig: Samba-Samba-Cha-Cha-Cha, affengeil hier !

Gehen wir nach Hause, scheint ihm am Eingang einzufallen: Hey, das ist die Bude, wo es immer was zu fressen gibt, schnell rein da.

Seine Begeisterung bringt er immer und überall zum Ausdruck. Er springt um uns herum, zeigt immer Freundlichkeit, ist neugierig und aufgeschlossen.

Einfach ein Super-Hund, unser CHARLIE.

Kleine, neue Geschichten findet Ihr in Zukunft unter www.assy-und-charlie.de

Immer mal wieder reinschauen, wenn sich lange nichts ändert, heisst das nur, uns geht’s gut, wir sind glücklich, haben aber keine Zeit für Bilder, toben lieber gemeinsam durch’s Leben.

Inge mit Assy und Charlie